Kleine Bühne und 50 Plätze, zu Gast im WortReich oder vagabundierender Büchertisch: AutorInnen und VerlegerInnen zu Gast

Michael Riepl

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Datum:Montag, 23. November 2026Uhrzeit:19:30 UhrAdresse:
Buchhandlung WortReich Blumenstr. 25 69115 Heidelberg
Eintritt:12 EuroGast:Michael Riepl

Wir haben es gerade mit Vergnügen und großem Gewinn gelesen: in seinem gerade veröffentlichten Debüt “Ferne Heimat Altmontal” verflicht Michael Riepl die bewegte Lebensgeschichte seiner Großmutter, einer Schwarzmeerdeutschen, die in der Ukraine und im Kaukasus aufwuchs, mit Reportagen von seinen humanitären Einsätzen in ebendiesen Regionen. 

Ich bin tief beeindruckt und unendlich neugierig auf beide Lebensgeschichten, einerseits der Großmutter, andererseits des jungen Mannes, der selbst ein außergewöhnliches Engagement in der Schwarzmeerregion lebt. 

 

Michael Riepl forscht zur Entwicklung des Selbstbestimmungsrechts der Völker und wird dabei durch ein Habilitationsstipendium der Konrad-Adenauer-Stiftung gefördert. Daneben hält Riepl Vorträge zum Völkerrecht für Studierende und Praktiker im In- und Ausland. Er ist Mitglied des Cologne Center for Advanced Studies in International History and Law und Mitglied der Redaktion des Armenian Journal of International Law. 

Seine Forschungsinteressen umfassen humanitäres Völkerrecht, Menschenrechte, Völkerrechtsgeschichte und Regionalstudien in Osteuropa, Russland und im Südkaukasus. Er spricht fließend Deutsch, Englisch, Französisch, Russisch, Armenisch und Spanisch und hat fortgeschrittene Kenntnisse im Türkischen und Italienischen.2026 erscheint Riepls literarisches Debüt Ferne Heimat Altmontal (C.H. Beck). Darin verflicht Riepl die bewegte Lebensgeschichte seiner Großmutter, einer Schwarzmeerdeutschen, die in der Ukraine und im Kaukasus aufwuchs, mit Reportagen von seinen humanitären Einsätzen in ebendiesen Regionen. 

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Helen Bracht

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Datum:Mittwoch, 21. Oktober 2026Uhrzeit:19:30 UhrAdresse:
Buchhandlung WortReich Blumenstr. 25 69115 Heidelberg
Eintritt:12 EuroGast:Helene Bracht

Was für ein Abschied von der Generation der Eltern!
Für Leser:innen von Arno Geigers Der alte König in seinem Exil und Joan Didions Jahr magischen Denkens

Im letzten Jahr erschien Helene Brachs erster literarischer Essay Das Lieben danach, der Presse, vor allem aber uns Leser:innen sofort überzeugt hatte. 

Helene Bracht, die erst mit fast siebzig Jahren zum literarischen Schreiben fand, erzählt von uns allen, indem sie von sich und  ihrer Mutter erzählt. Voller Wucht und Schönheit beschreibt sie den Sommer des Abschieds von ihrer alten Mutter Irma. Und damit eine zutiefst vom 20. Jahrhundert versehrte Biografie, deren Bedingungen der Tochter erst jetzt klar werden. Trotz Kriegs- und Gewalterfahrungen, trotz bürgerlicher Enge hielt Irma immer am Lachen und an der Sehnsucht fest. Vor der letzten gemeinsamen Zeit sah die Tochter sie sogar noch einmal tanzen, voller Leichtigkeit und Andacht. Was bleibt davon? Was von der Fülle eines ganzen gelebten Lebens? Es bleiben Erinnerungen wie dieses ungeheuer
wahrhaftige Buch voller Trost.

 

HELENE BRACHT wurde 1955 in Nordrhein-Westfalen geboren. Sie studierte Pädagogik und Psychologie, lernte Schauspiel und Theaterregie und arbeitete viele Jahre am Theater. Heute lebt sie als Psychologin mit eigener Praxis in Berlin. Unter ihrem bürgerlichen Namen Mechtild Erpenbeck erschienen im Rahmen ihrer Beratungstätigkeit zahlreiche Fachpublikationen.

2025 erschien bei Hanser ihr erster literarischer Essay, der Bestseller Das Lieben danach.

Seit 2018 unsere liebste Reihe - Shared Reading:für die Termine on- und offline hier klicken

Leon Engler: Botanik des Wahnsinns

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Datum:Donnerstag, 25. Juni 2026Uhrzeit:19:30 UhrAdresse:
Buchandlung WortReich - Literatur in der Weststadt Blumenstr. 25 69115 Heidelberg
Eintritt:12 EuroGast:Leon Engler

»Unwiderstehlich. Leichtfüßig und ernst, zärtlich und brutal, ironisch und ehrlich.« Siri Hustvedt

»Ein fantastisches Buch – abgrundtief und doch tröstend. Hab’s verschlungen.« DORIS DÖRRIE

 

Als bei der Zwangsräumung der Wohnung seiner Mutter durch eine Verwechslung alles von Wert in die Müllverbrennungsanlage wandert, bleibt dem Erzähler wortwörtlich nur der Abfall der eigenen Familiengeschichte. Wie hat es so weit kommen können? Der Erzähler blickt auf die Biografie seiner Familie: ein Stammbaum des Wahnsinns. Die Großmutter bipolar, zwölf Suizidversuche, der Großvater Stammkunde in Steinhof, die Mutter Alkoholikerin, der Vater depressiv. Und er blickt auf seinen eigenen Weg: eine Kindheit im Münchner Arbeiterviertel. Die frühe Angst, verrückt zu werden. Die Flucht vor der Familie ins entfernte New York. Jahre in Wien mit Freud im Kaffeehaus. Und wie er schließlich doch in der Anstalt landet – als Psychologe. Bei der Arbeit mit den Patienten lernt er, dass ein Mensch immer mehr ist als seine Krankheit, dass Zuhören wichtiger ist als Diagnostizieren. Vor allem aber muss er sich bald die Frage stellen, was das sein soll: ein normaler Mensch. 
Eine aus dem Ruder gelaufene Familienanamnese? Ein Schelmenroman? Ein Lehrstück in Empathie? Leon Englers Debüt ist all das und mehr, ein zärtlicher Befreiungsschlag, die Geschichte einer Versöhnung.

 

Leon Engler studierte Psychologie, Kulturwissenschaft, Film- und Theaterwissenschaft in Wien, Paris und Berlin und bewegt sich seither zwischen Literatur und Psychologie. Beim Bachmannpreis wurde er mit dem 3sat-Preis ausgezeichnet. Seine Theaterstücke wurden zu den Stückemärkten in Heidelberg und Berlin eingeladen, mehrfach ausgezeichnet und übersetzt. Seine Hörspiele wurden zum Hörspiel des Monats gewählt und für den Hörspielpreis der Kriegsblinden nominiert. Er arbeitet als Psychologe, Autor und Dozent für Psychologie und Literarisches Schreiben.

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